„DochEuropa“

Liebe Leserin, lieber Leser,

die Idee eines vereinigten Europa wird seit einigen Jahren von nationalistischen Strömungen kritisiert und zum Teil auch desavouiert. Die Befürworter der Idee eines vereinten Europa scheinen in die Defensive gedrängt und geschwächt. In einer krisenhaften Weltlage werden die politischen Aufgaben für eine EU bedeutender aber auch schwieriger. Die Europäische Union selbst denkt zwangsläufig über eigene Defizite und notwendige Veränderungen nach.

In einer solchen Lage halten wir es für notwendig, sachlich im Sinne der Aufklärung, kritikfähig aber auch meinungsfreudig und leidenschaftlich für die europäische Idee aufzustehen und zu werben. „Doch Europa!“ ist die trotzige aber selbstbewusste Antwort auf eine geschichtsvergessene Ablehnung der europäischen Idee – ein wenig Pathos sollte schon sein!

Erfreulicherweise unterstützen diese Initiative Gruppierungen und Institutionen aus der Mitte der Weinheimer Stadtgesellschaft wie das Bündnis „Weinheim bleibt bunt“, die Bürgerstiftung Weinheim, der Jugendgemeinderat, die Volkshochschule und die Weinheimer Jugendmedien.

Bis zu den Europawahlen im Mai des nächsten Jahres haben wir Veranstaltungen unterschiedlicher Art geplant, die wir Ihnen auf dieser Website vorstellen. Außerdem berichten wir über die erste große Veranstaltung im Juli in „Text, Bild und Ton(-Video)“.

Für den Herbst planen wir, einen regelmäßigen Euro-Newsletter herauszugeben, dessen Konzept wir Ihnen ebenfalls hier vorstellen.

Die Initiative ist offen und wir freuen uns über jede Idee und jede Idee und jede Unterstützung

Mit freundlich-erwartungsvollen Grüßen

Dr. Alexander Boguslawski Dr. Adalbert Knapp

2 Replies to “„DochEuropa“”

  1. Europa ist bunt genug. Es kann aus meiner Sicht bunter werden, wenn die Menschen aus einem Land kommen, das zu unserer Kultur und unsern Wertvorstellungen passt. Schon der Balkan passt nicht dazu. Ich habe kein Interesse daran, dass Leute zuwandern, die es nur auf unsere Sozialsysteme abgesehen haben.
    Der EURO war eine Fehlkonstruktion , weil es nicht gelingen kann, Volkswirtschaften, die unfähig sind, ihre eigenen Haushalte in Ordnung zu bringen, weiterhin zu alimentieren und zuzulassen, daß sie sich immer weiter verschulden. Sie müssen wieder in die Lage versetzt werden, ihre Währungen abzuwerten. Europa, wie es jetzt konstruiert ist, muss vom Kopf wieder auf die Füße gestellt werden. Das kann nur gelingen, wenn ein Kerneurpa geschaffen wird, das wirtschaftlich und politisch im Gleichklang steht. Nur dann können nationale Interessen auf Dauer europäischen Interessen weichen. So wie Europa jetzt konstruiert ist, wird es auseinander fallen. Wir brauchen uns über die nationalistischen Bestrebungen nicht zu wundern. Gegensteuern heißt, Europa von Grund auf zu reformieren.

    1. Sehr geehrte Herr Bonfert,
      zunächst vielen Dank für Ihren Kommentar. Wir veröffentlichen den Text gerne auf der Website „Doch Europa!“. Sie haben jedoch sicher Verständnis dafür, dass wir dazu ein paar Fragen und Anmerkungen formulieren:
      „…wenn die Menschen aus einem Land kommen, das zu unserer Kultur und unsern Wertvorstellungen passt …“:
      Europa wäre nie Europa geworden, wenn nicht aus dem Orient, einer ganz anderen Kultur, eine Religion aus Palästina nach Mitteleuropa gekommen wäre, und, Europa wäre nie Europa geworden, wenn sich die Europäer selbst an dieses Maxime gehalten hätten: Columbus war kein Indianer und Ferdinand Magellan hatte nach dieser These nichts in Afrika, Südamerika und Asien zu suche und das Deutsche Reich nichts in Südwestafrika und …
      „Ich habe kein Interesse daran, dass Leute zuwandern, die es nur auf unsere Sozialsysteme abgesehen haben.“
      Da würde ich bitten, dies zu konkretisieren: Meinen Sie Geflüchtet aus Afghanistan oder aus Syrien oder aus dem Irak? Meinen Sie generell sogenannte Armutsmigranten? Wie groß schätzen Sie diese Zahl?
      „Der EURO war eine Fehlkonstruktion , weil es nicht gelingen kann, Volkswirtschaften, die unfähig sind, ihre eigenen Haushalte in Ordnung zu bringen, weiterhin zu alimentieren und zuzulassen, dass sie sich immer weiter verschulden.
      Welche Länder meine Sie? Frankreich? Italien? Griechenland? Spanien? Portugal? Irland? Belgien? Wo haben all diese Länder ihre Schulden gemacht?

      „Das kann nur gelingen, wenn ein Kerneurpa geschaffen wird, das wirtschaftlich und politisch im Gleichklang steht“
      Wie die Frage des politischen Gleichklangs bei der deutschen Einigung gelöst wurde, können wir an den Ereignissen 1866 und 1870 sehen. Das Deutsche Reich von 1870 war übrigens auch eine Sozialunion.
      Wie sähe Ihr Kerneuropa aus? Was ist politischer Gleichklang?
      Gerne treten wir in einen Dialog ein und so freue ich mich auf Ihre Antwort.
      Freundliche Grüße

      Adalbert Knapp

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